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Große Mehrheit der Bayern ist gegen die Zeitumstellung

Nur ein Viertel der Bayern hält die Zeitumstellung für sinnvoll. Die große Mehrheit (72 Prozent) würde sie am liebsten abschaffen – im vergangenen Herbst waren dies noch etwa zwei Drittel. Das ergibt eine repräsentative Umfrage* für Bayern im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Danach halten vor allem Frauen und über 30-Jährige die Umstellung für überflüssig. Doch nicht einmal die Hälfte geht davon aus, dass es tatsächlich zur Abschaffung kommt. Die Befragung zeigt auch, dass etwa jeder Fünfte nach dem Drehen an der Uhr unter gesundheitlichen Problemen leidet. Überraschend dabei: Im Freistaat fühlen sich Männer häufiger gereizt als Frauen. Der Wechsel zur Winterzeit findet am kommenden Wochenende vom 24. auf den 25. Oktober statt. Um 2 Uhr in der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt.

Das Umstellen der Uhren halten rund drei Viertel der über 30-Jährigen und Frauen für überflüssig. Bei den Männern sind es 67 Prozent und bei den unter 30-Jährigen nur 58 Prozent. Immer wieder kommt die Diskussion um eine Abschaffung der Zeitumstellung auf. Weniger als die Hälfte der Befragten in Bayern (48 Prozent) hält es für realistisch, dass es damit tatsächlich einmal vorbei sein wird. Während die Mehrheit der 30- bis 44-Jährigen (53 Prozent) daran glaubt, sind die 18- bis 29-Jährigen in dieser Frage mehrheitlich skeptisch (55 Prozent). In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und so Energie zu sparen. Die Sommerzeit dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Ab dann gilt wieder die eigentliche Normalzeit, die umgangssprachlich auch Winterzeit genannt wird.

Nach der Umstellung Männer sind eher gereizt als Frauen

Vor allem Berufstätige leiden nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Problemen. Jeder vierte 30- bis 59-Jährige gab an, Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben. Bei den 18- bis 29-Jährigen sowie den über 60-Jährigen war es knapp jeder Fünfte. Besonders viele (81 Prozent) fühlten sich deswegen müde und schlapp. Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) hatte Einschlafprobleme oder Schlafstörungen und 40 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren. Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit Bayern, rät, schon vor der Zeitumstellung mit dem Zurückdrehen der Uhr zu beginnen: „Vorausschauend können Schlaf- und Essenszeiten schrittweise immer zehn Minuten weiter nach hinten rücken. Die Zeitumstellung klappt so oft besser.“

Der Umfrage zufolge fühlte sich insgesamt mehr als jeder Dritte gereizt. Dabei erwischte es die bayerischen Männer deutlich häufiger (41 Prozent) als die Frauen (33 Prozent). Gut jeder Siebte hatte sogar depressive Verstimmungen. Prehofer rät, möglichst viele Sonnenstrahlen in Herbst und Winter zu nutzen: „Gehen Sie oft nach draußen, beispielsweise in der Mittagspause oder am Wochenende. Frische Luft und Bewegung trägt außerdem dazu bei, dass Ihr Immunsystem stark bleibt.“ Jeder vierte Befragte kam infolge der Umstellung nicht pünktlich zur Arbeit – im Vorjahr war es noch etwa jeder Sechste.