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Hoffnung auf ein gutes Leben nach dem Suizid eines Angehörigen

Mit meiner persönlichen Geschichte und meinem Fachwissen bin ich zu einer Expertin geworden, Menschen in dieser speziellen Situation zu begleiten und mit ihnen einen neuen Lebensweg zu finden. Durch Trauerrituale, Gesprächstherapie und Empathie. Aus eigener Erfahrung, die man nicht mehr im Leben vergisst, kann ich mich in deine Situation denken und fühlen.

Gerade jetzt sitze ich auf meiner Terrasse und genieße den Hochsommer. Ich lebe mittlerweile an einem wunderschönen Ort und genieße mein „neues“ Leben. All das, hätte ich mir vor fünf Jahren nicht vorstellen können. Einen Umzug knapp 700 Kilometer von meiner Heimat entfernt. Ein Partner an meiner Seite und dabei glücklich und wieder in Balance zu sein. Nun schreibe ich diesen Text und hoffe, dass ich dich erreiche. Du, der die  Hoffnung hat und auf ein Zeichen wartet nach dieser schmerzvollen Erfahrung.

Der Tod eines geliebten Menschen zerstört die gemeinsamen Lebensperspektiven. Ist dieser Tod ein Suizid erschwert er ihn dadurch, dass der Hinterbliebene das Vertrauen verliert, in sich, in Andere und in das Leben selbst. Da das meist unvorbereitet geschieht, entfällt jegliche Möglichkeit offene Fragen zu stellen, Vereinbarungen zu treffen oder einfach nur ein „letztes“ Wort. Der Suizid ist die extremste Form der Trennung.

Als Hinterbliebener muss man sich unangenehmen Fragen stellen, durch die Polizei, Verwandte, Freunde, Nachbarn und letztlich auch den eigenen. Das Geschehene erst mal begreifen zu lernen und zu akzeptieren ist ein langer, schmerzvoller Weg. Für mich war es immer eine graue Wand, die sich auftat wenn ich begreifen wollte. Eine Welle, die mich einfach umhaute und gleichzeitig lähmte.

Ich habe mich oft gefragt, wie viele Tränen hat ein Mensch? Mit einer fetten Salbe habe ich mir die ausgetrockneten Hautstellen um meine Augen eingesalbt.

Meine Gedanken schweiften immer wieder zurück, vor diesem Ereignis. Ich suchte nach Hinweisen und wo ich nicht aufmerksam genug war, um es zu verhindern. Heute weiß ich, dass ich chancenlos war. Ich hätte es nicht verhindern können! Und das kann ich jetzt annehmen und es auch so stehen lassen. Es ist wie es ist!

Was für mich sehr wichtig war, um den Tod meines Mannes zu erfassen, war das ich ihn am Auffindeort noch sehen konnte. Die Bestatterin hatte meinen Mann für diesen Augenblick hergerichtet. Doch nach einiger Zeit war meine Phantasie über die Auffindesituation so stark, dass ich mir Akteneinsicht, mit den Bildern, verschafft habe und eine Kopie der Akte (ohne Bilder) bei mir habe. Das hat mir geholfen, meine Zweifel aus dem Weg zu räumen, ob er es wirklich so wollte. Anmerken möchte ich, dass in meiner Phantasie grausamere Bilder waren und ich auch in dieser Sache beruhigter war.

Eines Tages stellte ich mir selber die Frage: Was willst du? Leben oder auch Sterben? Ich habe mich für das Leben entschieden und mich selber aufgefordert, dann aber bitte mit Lebensqualität. Das war für mich persönlich ein ganz großer Schritt, denn seit dem ging es vorwärts. Ich verharrte nicht mehr in der lähmenden Situation. Ich wurde mit dieser Entscheidung flexibler, kreativer und aktiver.

Meine Ressourcen wurden aktiviert und ich begann automatisch Dinge zu tun, die mir gut taten und mich auf meinen persönlichen Trauerweg vorwärts brachten.

Wie wichtig Ressourcen sind und wie du sie aktivieren kannst, ist ein Teil meiner Begleitung/Therapie. Ebenso gehören zu den Ressourcen deine guten Erinnerungen an deinen geliebten, verstorbenen Menschen.

Heilpraktikerkosten kannst du steuerlich geltend machen, siehe Link.

http://www.finanztip.de/aussergewoehnliche-belastungen-heilpraktiker/