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Suizid – Mit Schuldgefühlen umgehen

Sehr häufig wird nach einem Suizid die Frage nach der Schuld von den Angehörigen gestellt.

Es werden die Lebensumstände oder schwierige Beziehungen dafür verantwortlich gemacht. Dabei spielen die Umstände die dazu geführt haben keine Rolle mehr, da die Konfliktsituation mit dem Verstorbenen nicht mehr geklärt werden kann.

Die Schuldvorwürfe finden ihre Ursache darin, dass keine Gelegenheit des bewussten Abschiedes stattgefunden hat. Das man nicht mehr sagen oder zeigen kann, wie sehr dieser Mensch geliebt wird. Die Ohnmacht darüber, dass man diesen Tod nicht verhindern konnte.

Zwei Fragen die ganz klar mit einen „Nein“ beantwortet werden können;

  • Hätte ich es merken müssen?  NEIN
  • Hätte ich es verhindern können?  NEIN

Die Betroffenen sind so gut in ihrer Geheimhaltung, damit „ihr“ Lösungsweg nicht vereitelt wird. Daran erkennt man die Chancenlosigkeit und auch den ehrgeizige Willen, der dahinter steht, dass der Suizid nicht in einem Suizidversuch endet. Ein Mensch der Suizid begeht, hat „seinen“ Grund und der ist ganz bestimmt nicht der, dass sie einem bewusst so große Schmerzen zufügen wollen.

Es ist  wichtig über die eigene empfundene Schuld und auch die Schuld, die man einen anderen Menschen gibt,  zu sprechen. Das sollte unter keinen Umständen als Vorwurf geschehen.

Allerdings ist es noch wichtiger, sich selber und anderen Verzeihen zu lernen.